Grossbritannien verhängt weitere Sanktionen gegen Militärs in Myanmar

Nach dem Putsch in Myanmar hat Grossbritannien weitere Sanktionen gegen Beteiligte des Militärs verhängt.

Sechs weitere Militärmitglieder dürfen fortan nicht mehr nach Grossbritannien reisen, ausserdem dürfen Unternehmen und Institutionen keinen Handel mehr mit ihnen treiben, wie das britische Aussenministerium am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte London bereits ähnliche Sanktionen gegen drei führende Militärgeneräle wegen ihrer Rolle bei Menschenrechtsverletzungen in dem südostasiatischen Land verhängt.

«Die heutigen Massnahmen senden eine klare Botschaft an das Militärregime in Myanmar, dass die Verantwortlichen von Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen werden», sagte Aussenminister Dominic Raab laut einer Mitteilung.

Die Armee hatte sich im früheren Birma in der Nacht zum 1. Februar zurück an die Macht geputscht und Regierungschefin Aung San SuuKyi sowie viele weitere Politiker in Gewahrsam genommen. Seither wurden Hunderte weitere Aktivisten, Journalisten und Demonstranten festgenommen. Während der fast 50 Jahre währenden Militärdiktatur, die erst vor 10 Jahren demokratischen Reformen gewichen war, hatten die Streitkräfte jeden Widerstand immer brutal niedergeschlagen. Seit Tagen demonstrieren nun Zehntausende gegen die Putschisten.