Evonik nach Zuwächsen im Quartal optimistischer für 2021

Der Spezialchemiekonzern Evonik blickt nach einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus im ersten Quartal mit mehr Optimismus auf das Jahr 2021. Konzernchef Christian Kullmann hob am Donnerstag die Guidance an.

Evonik erwarte nun für 2021 ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) zwischen 2,1 Milliarden und 2,3 Milliarden Euro, teilte der Essener Konzern mit. Zuvor lag das untere Ende der Prognosespanne bei zwei Milliarden Euro. Die Umsatzprognose von zwölf bis 14 Milliarden Euro bekräftigte Kullmann. Im vergangenen Jahr hatte Evonik ein bereinigtes Ebitda von 1,91 Milliarden Euro und einen Umsatz von 12,2 Milliarden Euro erzielt.

«Das Ergebnis im ersten Quartal übertrifft nicht nur den Wert von 2020, sondern auch den des Vor-Pandemie-Jahres 2019», sagte Kullmann. Damit macht sich der Umbau des Konzerns hin zu Wachstumsgeschäften mit der Spezialchemie bezahlt. Dank gestiegener Nachfrage und höherer Verkaufspreise kletterte das bereinigte Ebitda von Januar bis März gegenüber dem Vorjahresquartal um 15 Prozent auf 588 Millionen Euro, der Umsatz legte um vier Prozent auf 3,36 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich und nach Minderheiten verdiente Evonik 186 (Vorjahr: 130) Millionen Euro. Kullmann hatte das Geschäft rund um die margenstarke Spezialchemie bei den Essenern in den vergangenen Jahren auch durch Zukäufe ausgebaut.