Deutsche Kartellbehörde schaut auch Apple auf die Finger

Das Bundeskartellamt bringt ein Verfahren gegen Apple auf den Weg. Es gehe um die Prüfung einer marktübergreifenden Bedeutung durch ein sich über verschiedene Märkte erstreckendes Ökosystem, teilten die Bonner Wettbewerbshüter am Montag mit.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt sagte: «Wir werden jetzt prüfen, ob Apple rund um das iPhone mit dem proprietären Betriebssystem iOS ein digitales Ökosystem über mehrere Märkte errichtet hat.» Schliesslich stelle der US-Konzern auch Tablets, Computer, Kopfhörer und Uhren her und vertreibe Dienstleistungen. Apple kündigte an, mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

Die Bonner leiten das Verfahren gegen Apple auf Basis ihrer nach Änderungen im Wettbewerbsrecht gestärkten Rolle ein. Der iPhone-Hersteller fehlte noch im Reigen der US-Technologiekonzerne Facebook, Amazon und Google, die das Kartellamt bereits unter die Lupe nimmt.