EU-Automarkt bricht im Sommer ein

Die Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union sind in den Sommermonaten Juli und August deutlich zurückgegangen. Im Juli stand gegenüber dem Vorjahresmonat ein Minus von 23,2 Prozent auf 823’949 Pkw zu Buche.

Im August waren es mit 622’993 Autos 19,1 Prozent weniger Fahrzeuge als ein Jahr zuvor, teilte der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag in Brüssel mit.

Über die ersten acht Monate liegt der EU-Automarkt wegen des coronabedingten Einbruchs im Frühjahr 2020 aber noch über dem Vorjahreszeitraum: 6,81 Millionen neu zugelassene Autos in diesem Zeitraum bedeuten ein Plus von 11,2 Prozent.

Die grössten Automärkte in der EU – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien – verzeichneten allesamt sowohl im Juli als auch im August prozentual zweistellige Rückgänge.

Zum einen hatte sich im vergangenen Jahr nach dem harten Lockdown im Frühling in vielen Ländern Nachfrage aufgestaut, zum anderen stützten viele Staaten die Pkw-Nachfrage durch Förderprogramme. In Deutschland war im Juli 2020 die zwischenzeitliche Mehrwertsteuersenkung in Kraft getreten, die insbesondere beim Kauf teurer Güter wie Autos Einsparungen möglich machte.