Tabakwerbung: Volk wird letztes Wort haben

Unzufrieden: Im September haben die Initianten ihre Tabakwerbeverbots-Initiative in Bern eingereicht. Die jetzt vom Parlament erarbeiteten Gesetzesänderungen gehen ihnen zu wenig weit.

Werbung für Tabakprodukte ist heute für Radio und Fernsehen verboten. Auch dürfen keine Produkte beworben werden, die sich speziell an Jugendliche richten. In einzelnen Kantonen gibt es hier schärfere Regeln.
Seit Deutschland vergangenes Jahr die Werbeeinschränkungen für Tabakwerbung erheblich verschärft hat, ist die Schweiz mit ihren liberalen Vorschriften in Europa zur einsamen Insel geworden. Das könnte sich nächstes Jahr ändern.
National- und Ständerat haben sich jetzt auf verschärfte Regeln verständigt. Doch die ursprüngliche Vorlage des Bundesrats wurde abgeschwächt. So soll Tabakwerbung in der Presse und im Internet auch in Zukunft nicht grundsätzlich verboten sein. Das Verbot soll nur in Bezug auf Seiten und Presseerzeugnisse, die für Minderjährige bestimmt sind, gelten. Das heisst, auch im öffentlichen Raum würde die Tabakwerbung verboten. Volk und Stände werden 2022 das letzte Wort haben bei der Tabakwerbung.

Vollständiger Artikel in der Ausgabe vom Donnerstag, 23. September, zu lesen

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