Cannes-Jurymitglied Rebecca Hall: «Langer Weg» zur Gleichberechtigung

Die britische Regisseurin und Schauspielerin Rebecca Hall – dieses Jahr Teil der Cannes-Jury – sieht noch keine Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und Minderheiten in der Filmindustrie. «Ich glaube, wir haben Fortschritte gemacht», sagte die 40-Jährige am Dienstag in Cannes. «Aber es ist noch nicht geschafft.» Sie glaube, Gleichberechtigung zu schaffen, sei «ein laufender Prozess» – beim Filmfestival in Cannes, aber auch in der Szene insgesamt.

Hall ist eins von neun Jury-Mitgliedern, die über die Vergabe der Goldenen Palme, Hauptpreis des Filmfestivals in Cannes, entscheiden. Der Schauspieler Vincent Lindon sagte über seine Arbeit als diesjähriger Jury-Präsident: Der einzige Weg, erfolgreich die Filme zu beurteilen, sei, ein «normaler Zuschauer» zu werden. Er wolle sich ganz auf die Emotionen verlassen, die die Filme bei ihm hinterlassen. 21 Filme konkurrieren dieses Jahr um den Hauptpreis des Festivals.