Kein Heimsieg für Gremaud und Ragettli

Rund 10’000 Zuschauer, trotz feuchtem Wetter eine begeisternde Stimmung, nur der Schweizer Heimsieg fehlte beim Big-Air-Weltcupauftakt in Chur zur perfekten Freestyle-Party.

Die Schweizer Big-Air-Stars schlugen sich beim Heim-Event indessen gut. Insbesondere bei den Frauen stürzte Slopestyle-Olympiasiegerin Mathilde Gremaud (22) im ersten Finallauf, behielt aber die Nerven und legte noch zwei gute Sprünge hin. Im zweiten Finaldurchgang erhielt die 22-jährige Freiburgerin aus La Roche die beste Note. Letztlich schaffte sie es als Dritte zum 13. Mal im Weltcup aufs Podest, wobei sie auf die Norwegerin Sandra Eie bloss 0,75 Punkte einbüsste. Die erst 20-jährige Französin Tess Ledeux gewann überlegen (mit mehr als zehn Punkten Vorsprung) bereits zum zehnten Mal eine Weltcup-Prüfung.

Ragettli nur Vierter

Eine leise Enttäuschung setzte es für Andri Ragettli ab. Der 24-jährige aus Laax verpasste bei seiner persönlichen Premiere in Chur das Podest. Nach einem sehr gelungenen ersten Sprung kassierte Ragettli bei den nächsten zwei Finalsprüngen Abzüge, wodurch es ihm nur zu Platz 4 reichte. Ragettli fehlten indessen bloss 0,75 Punkte zu Platz 2.

An der Spitze zeigte Olympiasieger Birk Ruud aus Norwegen, der «Mister Big Air» im Weltcup-Zirkus, eine Riesen-Show. Schon vor seinem finalen Sprung stand er als Sieger von Chur fest. Dahinter präsentierten sich mit dem 19-jährigen Kanadier Noah Porter MacLennan (2.) und der 18-jährige Amerikaner Troy Podmilsak (3.) zwei neue Gesichter, die es erstmals im Weltcup aufs Podest schafften.