Allenfalls kommt’s zum Verbot bestimmter Hunderassen

Die allgemeine Leinenpflicht wird heute nicht fallen, aber die Regierung will prüfen, ob das Halten bestimmter Hunderassen verboten werden soll.

n der heutigen Kantonsrats­sitzung in Schwyz wird es sicherlich emotional zu- und hergehen – auch weil es um des Menschen bester Freund geht. Eine Motion fordert, dass die Leinenpflicht für Hunde gelockert wird. Roland Müller (SVP, Küssnacht) wird mit seiner Forderung im Rat voraussichtlich auf Granit beissen, selbst in der eigenen Fraktion. SVP (grossmehrheitlich), FDP und die Mitte wollen an der generellen Leinenpflicht festhalten. «Es gibt nämlich zu viele Hundehalter, welche ihren Hund nicht wirklich unter Kontrolle haben», argumentiert die Mitte. Die SVP sieht die Leinenpflicht vor allem als Schutz der Tierwelt und der Umwelt und verweist auf die Wildrissdaten, wo keine Leinenpflicht besteht. Anpassungsbedarf sei indes bei gewissen Nutzhunden gegeben, wie auch die FDP meint.
Bezüglich Leinenpflicht gespalten ist die SP. Ein Teil ist für eine Lockerung, weil das der heute gelebten Praxis entspreche. Ebenfalls für eine Lockerung votiert die GLP, die zudem für eine stärkere Eigenverantwortung der Hundehalter plädiert. «Eine staatliche Regelung ist nur sinnvoll, wenn sie auch durchgesetzt wird, was einfach nicht sehr realistisch ist», halten die GLP-ler in ihrem Ratsvorbericht fest.
Die Regierung indes sieht keinen Anlass für eine Lockerung und beantragt die Ablehnung der Hunde-Motion. Sie anerkennt aber, dass für gewisse Nutzhunde und in einigen §Bereichen neue gesetzliche Bestimmungen zu prüfen sind, insbesondere wenns um gefährliche Hundehaltungen geht. Hier sollen die Kompetenzen von Kantonstierarzt und Gemeinden neu geregelt werden, auch aufgrund bundesgerichtlicher Rechtsprechung. Dabei soll auch die Wiedereinführung von Hundekursen sowie ein Verbot bestimmter Hunderassen zur Diskussion gestellt werden.

Vollständiger Artikel in der Ausgabe vom Mittwoch, 27. März, zu lesen

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