Moldau weist drei russische Diplomaten aus
Die Republik Moldau hat drei Mitarbeiter der russischen Botschaft zu unerwünschten Personen erklärt. Die Entscheidung der Behörden begründe sich auf offenkundigen Beweisen für Tätigkeiten, die dem Diplomatenstatus widersprächen, heisst es in einer Mitteilung des Aussenministeriums. Die Diplomaten sollen demnach das Land, das EU-Beitrittskandidat ist und zwischen EU-Mitglied Rumänien und der Ukraine liegt, verlassen.
Zuvor hatte der Geheimdienst der Republik schwere Vorwürfe erhoben. Demnach sollen die russische Botschaft und russische Geheimdienste dem moldauischen Abgeordneten Alexandr Nesterovschi geholfen haben, in die abtrünnige Region Transnistrien zu fliehen. Er soll in die russische Botschaft gegangen sein und von dort in einem Fahrzeug mit Diplomatenkennzeichen in das abtrünnige Transnistrien gebracht worden sein.
Nesterovschi war in der vergangenen Woche zu einer zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Medienberichten zufolge ging es dabei unter anderem um Korruptionsvorwürfe.
Moskau weist Vorwürfe zurück
Die russische Botschaft in Chisinau bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet und inakzeptabel. Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, kündigte eine «angemessene und harte Antwort von russischer Seite» an.