Zürich rettet spät einen Punkt
Der FC Zürich rettet im Heimspiel gegen Lausanne-Sport einen wichtigen Punkt dank zweier Tore in den letzten fünf Minuten.
Durch das 2:2 hat der FCZ im Rennen um einen Platz in der Meisterrunde weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf die siebtplatzierten Waadtländer.
Der FCZ machte aus seinem Ballbesitz lange Zeit viel zu wenig. Zwei Aktionen von Mounir Chouiar waren das Beste, was die Gastgeber bis fast in die Nachspielzeit zu bieten hatten. Erst mit dem Rücken zur Wand nach dem 0:2 in der 77. Minute und durch direktes Spiel brachten die Zürcher Lausanne in Verlegenheit.
Das 1:2 durch Steven Zuber fiel in der 90. Minute nach einem weiten Pass in die gegnerische Hälfte, der von Lausanne Goalie Karlo Letica und seinen Vorderleuten falsch eingeschätzt wurde. Und der Ausgleich fünf Minuten später kam nach einem Freistoss und einer Kopfballverlängerung zustande, die Torschütze Lindrit Kamberi profitierte.
Dass zum Zeitpunkt des grossen Zürcher Aufbäumens Benjamin Mendy seit einigen Minuten nicht mehr auf dem Platz stand, war symptomatisch. Der Franzose, 2018 Teil der Weltmeister-Mannschaft, spielte nicht zum ersten Mal seit seiner Ankunft in Zürich eine unglückliche Rolle. Er verschuldete in der 5. Minute das 0:1 durch einen unkontrollierten Pass am eigenen Strafraum, der via Jamie Roche kurios im Tor von Yanick Brecher landete. Bereits kurz zuvor hatte ein Fehler von Mendy zu einem gefährlichen Angriff der Lausanner geführt. Der robuste Aussenverteidiger, der am letzten Wochenende nur durch Nachsicht um einen Platzverweis gekommen war, machte einen behäbigen, teilweise überforderten Eindruck.
Vor dem 0:2 geschah der Fehler allerdings auf der anderen Seite der FCZ-Verteidigung. Mariano Gomez verlor den Ball an den wirbligen Aliou Baldé, der den Treffer von Alban Ajdini mit einem Solo etwas glückhaft vorbereitete. Angesichts der Spielanteile war dieser Zweitore-Vorsprung nach 77 Minuten glücklich. Unlogisch war er trotzdem nicht, denn das vom ehemaligen FCZ-Coach Ludovic Magnin gut eingestellte Lausanne war in allen seinen Aktionen konsequenter als die Zürcher – bis zum Schlussfurioso des FCZ.
Telegramm und Tabelle:
Zürich – Lausanne-Sport 2:2 (0:1)
11’489 Zuschauer. – SR Kanagasingam. – Tore: 5. Roche 0:1. 74. Ajdini (Baldé) 0:2. 89. Zuber (Brecher) 1:2. 95. Kamberi 2:2.
Zürich: Brecher; Kamberi, Gómez, Gbamin (70. Denoon), Mendy (86. Volken); Rodrigo Conceição (56. Ballet), Reichmuth (86. Fiorini), Krasniqi; Markelo (56. Nvendo), Zuber, Chouiar.
Lausanne-Sport: Letica; Senaya (88. Giger), Mouanga, Dussenne, Fofana (62. Poaty); Roche, Koindredi (88. NDiaye); Okou, Custodio (78. Lekoueiry), Baldé (78. Diabaté); Ajdini.
Bemerkungen: Verwarnungen: 52. Markelo, 64. Ballet.
Die weiteren Spiele der 30. Runde. Dienstag: Yverdon – Lugano 0:2 (0:1). Servette – Young Boys 0:1 (0:1). – Mittwoch: Sion – Winterthur 1:2 (1:0). – Donnerstag: Basel – Grasshoppers 20.30. Luzern – St. Gallen 20.30.
1. Servette 30/51 (49:40). 2. Basel 29/49 (59:31). 3. Young Boys 30/49 (46:35). 4. Lugano 30/48 (47:42). 5. Luzern 29/47 (53:45). 6. Zürich 30/46 (43:42). 7. Lausanne-Sport 30/41 (48:43). 8. St. Gallen 29/39 (42:41). 9. Sion 30/35 (40:47). 10. Yverdon 30/32 (31:49). 11. Grasshoppers 29/27 (29:41). 12. Winterthur 30/23 (30:61).